Versorgungsausgleich


Das Versorgungsausgleichsverfahren regelt die Verteilung der Rentenansprüche zwischen den Eheleuten im Fall der Scheidung.
Das Verfahren zum Versorgungsausgleich wird von Amts wegen, das heisst ohne Anträge der Eheleute durchgeführt.
Lediglich bei einer Ehedauer unter 3 Jahren findet der Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines oder beider Ehegatten statt.
Der Versorgungsausgleich stellt sicher, dass demjenigen Ehegatten, der nicht oder nur wenig gearbeitet hat (z.B. wegen Kinderbetreuung) ein gerechter Anteil an der Rente des anderen Ehegatten zukommt.
Der Versorgungsausgleich umfasst die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung für Arbeiter und Angestellte, die Pensionsansprüche von Beamten, Renten aus Lebensversicherungsverträgen oder aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen, die betriebliche Altersversorgung sowie die Zusatzversorgung von öffentlichen oder kirchlichen Arbeitgebern.
Ausgeglichen werden dabei nur die in der Ehezeit erworbenen Anrechte bei den Versorgungsträgern. Ehezeit ist dabei die Zeit vom Beginn des Monats, in dem die Ehe geschlossen wurde, bis zum Ende des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags.

Hinweis
Sie sollten sich auch hier unbedingt anwaltlich beraten lassen, da der richtige Zeitpunkt für den Scheidungsantrag oft gravierende Auswirkungen auf den Versorgungsausgleich haben kann.
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