Kosten


Die Kosten für die anwaltliche Tätigkeit bemessen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und richten sich nach dem Verfahrenswert.
Der Verfahrenswert ist gesetzlich festgelegt. Beispielsweise errechnet sich der Verfahrenswert für das Scheidungsverfahren nach dem dreifachen Nettoeinkommen beider Ehegatten. Der Verfahrenswert für den Unterhalt bemisst sich bei einer einstweiligen Anordnung nach dem sechsfachen geforderten Unterhaltsbetrag. Bei einem Hauptsacheverfahren zum Unterhalt beträgt der Verfahrenswert das Zwölffache des geforderten Unterhaltes.

Es können dann folgende Anwaltsgebühren anfallen:
1,3 Verfahrensgebühr für das Führen des Verfahrens. Diese Gebühr entsteht mit dem Auftrag für das gerichtliche Verfahren.
1,2 Terminsgebühr für die Teilnahme an einer mündlichen Verhandlung oder Vergleichsgesprächen mit dem Gegner. 1,5 Einigungsgebühr für eine außergerichtliche Einigung.
1,0 Einigungsgebühr für den Abschluß eines gerichtlichen Vergleiches.
Die Höhe der jeweiligen Gebühren kann der Vergütungstabelle des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes entnommen werden. Der Anwalt darf im gerichtlichen Verfahren zwar mehr verlangen als im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorgesehen, allerdings nicht weniger, um einen Preiskampf und somit eine mangelhafte Rechtsberatung zu vermeiden.

Über eventuelle Prozeßrisiken beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.
Die Kosten einer Erstberatung rechnen wir pauschal ab und diese betragen maximal € 220,00 inkl. MWSt. Die Kosten einer Erstberatung werden später auf die Gesamtrechnung angerechnet.
In besonders umfangreichen und/oder anspruchsvollen Verfahren schließen wir mit Ihnen eine Vergütungsvereinbarung, die den besonderen Anforderungen des Einzelfalles gerecht wird.
Die Gerichtskosten bemessen sich nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) und werden von der Justizkasse eingefordert. Die Höhe richtet sich ebenfalls nach dem Verfahrenswert. In einem Scheidungsverfahren tragen die Ehegatten die Kosten ihres jeweiligen Anwaltes selbst, die Gerichtskosten werden geteilt.
Bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen, d.h. wenn Ihre finanziellen Verhältnisse ungünstig sind, besteht auch die Möglichkeit, bei Gericht die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe zu beantragen. Die Kosten werden dann je nach Ihren finanziellen Verhältnissen entweder ganz von der Staatskasse übernommen oder es werden Ratenzahlungen angeordnet.

Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten eines Scheidungsverfahrens nicht.
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